Wer sagt eigentlich, dass Carpaccio immer aus dünn geschnittenem Fleisch bestehen muss? Manchmal sind es gerade die einfachen Dinge aus dem Garten, die uns am meisten überraschen. Heute gab es bei mir einen echten Klassiker mit einem raffinierten, asiatischen Einschlag: ein Carpaccio di pomodori. Mit Tomaten aus unserem Garten.
Diese Vorspeise ist im Handumdrehen auf dem Teller – und sieht dabei dank der feinen Farben und des gehobelten Grana Padano aus wie aus der Sterneküche.
Das Geheimnis liegt in der Paste: Ingwer & Meersalz
Das absolute Highlight bei diesem Rezept ist die Marinade, die dem Tomaten-Carpaccio eine ganz besondere Tiefe verleiht. Statt einfach nur alles zusammenzurühren, fangen wir beim Fundament an:
- Frischer Ingwer (ca. 10g) trifft auf grobes Meersalz (ca. 1 TL). Beides wird in der Kaffeemühle (oder klassisch im Mörser) zu einer feinen Paste verarbeitet. Das bricht die Fasern des Ingwers auf und verbindet sich perfekt mit dem Salz.
Dazu gesellen sich dann die weiteren Zutaten für das Dressing:
- 2-3 EL Olivenöl für die nötige Fülle
- Etwas Balsamico (Creme) und ein Schuss Reisessig für das perfekte Süße-Säure-Verhältnis
- In feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebel
- Klein geschnittener Basilikum
- Frisch gemahlener Pfeffer
- Prise Zucker
Alles wird zu einer kräftigen, zähflüssigen Paste abgeschmeckt, damit die Aromen richtig schön zur Geltung kommen.
Die Dekoration
Zunächst wird etwas Balsamico-Creme dekorativ auf dem Teller verteilt, dann können die hauchdünn aufgeschnittenen Tomaten fächerartig verteilt und großzügig mit der aromatischen Vinaigrette beträufelt werden.
Zum Schluss kommt der Feinschliff:
- Kleingeschnittene Kapern verteilen – sie bringen eine wunderbare, salzig-würzige Note mit.
- Getoppt wird das Ganze mit hauchzartem, gehobeltem Grana Padano, der für den perfekten schmelzenden Kontrast sorgt.
- Und noch etwas Balsamico-Creme zum Abschluss.
Das kann was. Versprochen.
Probiert es unbedingt mal aus, wenn ihr den Feierabendteller auf das nächste Level heben wollt. Ich nutze derartige Vorspeisen auch gerne, wenn noch Pastareste vom Vortag vorhanden sind – es aber nicht mehr ganz reicht, um alle satt zu bekommen.














