Äpfel reiben im Handumdrehen – Betty Bossi

In meinen Overnight Oats mag ich sehr gern geriebenen Apfel. Aber offen gestanden hat mich das nervige Reiben an so manchem Abend bei der Vorbereitung davon abgehalten, ihn zu verwenden. Apfel vierteln, Kerngehäuse rausschneiden, über die Reibe schrubben, und am Ende kleben Finger, Brett und Arbeitsplatte. Und das kurz vor dem Schlafengehen. Seien wir ehrlich. Das nervt und meist lässt man es dann lieber.

Dann sind wir über die Apfelreibe von Betty Bossi gestolpert. Zwei Becher, die ineinandergesteckt werden – mehr ist es nicht. Klingt erst mal unspektakulär, hat sich bei mir aber ganz schnell einen festen Platz in der Küche erobert. Die steht immer in Griffweite, niemals im Schrank.

Wie funktioniert die Apfelreibe?

Das Prinzip ist simpel: Der Apfel wird ungeschält mit dem Stielansatz nach unten in den hellen Becher gesetzt und fest auf die kleinen Dornen am Boden gedrückt. Die halten ihn während des Reibens an Ort und Stelle. Den Stiel vorher abzuziehen, schadet nicht.

Dann kommt der farbige Raffeleinsatz obendrauf. In seinem Boden sitzen die Reibezähne rund um ein großes Loch in der Mitte. Mit etwas Druck von oben dreht man den Einsatz im Uhrzeigersinn nach unten, bis es nicht mehr weitergeht. Der geriebene Apfel wandert dabei durch die Löcher nach oben in den Einsatz.

Übrig bleibt im unteren Becher nur ein schmaler Zylinder mit dem Kerngehäuse und eine dünne Scheibe vom Boden. Den Apfel muss man also weder schälen noch entkernen. Auch der Saft bleibt im Becher und landet nicht auf der Arbeitsplatte.

Was kommt dabei raus?

Keine feinen Raspeln wie von der Rohkostreibe, sondern grobe, leicht geriffelte Streifen. Für Overnight Oats ideal: Der Apfel ist über Nacht noch als Apfel zu erkennen und zerfällt nicht zu Mus. Den Inhalt des Einsatzes kippe ich direkt ins Glas, fertig.

Ursprünglich ist die Reibe fürs Schweizer Birchermüesli gedacht. Sie passt aber genauso zu Rotkohl- oder Möhrensalat mit Apfel, in Pfannkuchenteig oder in den Apfelkuchen.

Tipps aus der Praxis

  • Feste, eher mittelgroße Äpfel funktionieren am besten. Sehr große Exemplare passen nicht in den Becher.
  • Den Apfel wirklich kräftig auf die Dornen drücken. Sitzt er locker, dreht er sich mit.
  • Gleichmäßiger Druck beim Drehen – mit Gewalt geht es nicht schneller.
  • Den Apfel direkt verarbeiten oder mit etwas Zitronensaft beträufeln, sonst wird er schnell braun.

Beide Teile sind aus Kunststoff und dürfen in die Spülmaschine. Ineinandergestellt nehmen sie kaum Platz weg.

Fazit

Ein Ein-Zweck-Gerät – klar. Aber eins, das ich tatsächlich benutze. Wer regelmäßig Äpfel für Müsli oder Oats reibt, spart sich damit Zeit, Sauerei und das Entkernen. Mein Rezept für die cremigen Haferflocken findest du hier: Overnight Oats – cremige Haferflocken über Nacht.

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