Mittlerweile haben sich hier auf dem Blog schon eine stattliche Menge an Rezepten angesammelt. Hin und wieder erwische ich mich dann selbst, dass ich nach einer Inspiration suche, wenn mir bei der Wochenplanung nichts zum Abendessen einfällt. Jeder hat ja mal kreative Schaffenspausen. Ich bin dann kürzlich beim Beitrag über die Olper Beffs hängen geblieben. Ein Beitrag aus dem Jahr 2021.
Damals fehlte mir die Ochsenschwanzsuppe. Die konnte ich nach langer Suche dieses Mal im Ausland auftreiben. Wer Informationen darüber hat, weshalb man in Deutschland quasi nirgends mehr Ochsenschwanzsuppe in der Dose finden kann, darf es mir gerne in die Kommentare schreiben. Letztendlich bin ich bei Amazon UK fündig geworden. Da lohnt sich dann gleich eine größere Menge zu ordern. Man kann aber alternativ auch – wie ich damals- auf Zwiebelsuppe ausweichen.
Sauerländer BBCrew
Für die Sauerländer sind es die Beffs – Frikadellen hören sie dort gar nicht gern. Auch wenn sie verwandt sind, ist es doch eine eigene Kategorie von Fleischgericht. Enthalten sind – neben ein paar Gewürzen – 1 Teil Rinderhack, 0,5 Teile geriebene Kartoffeln und 0,5 Teile Zwiebeln. Sie sind größer als Frikadellen und wesentlich softer. Sie sollten eine Konsistenz aufweisen, die gerade so zusammenhält.
Der eigentliche Geschmack kommt aber beim Garen in der Flüssigkeit – Ochsenschwanzsuppe und dunkle Bratensoße. Ich würde es nicht so streng nehmen, dass man hier zwingend auf Fertigprodukte zurückgreifen sollte, aber das Ergebnis spricht schon für sich. Wer mag, probiert zunächst das Originalrezept und kann dann beim zweiten Mal immer noch abwandeln.
Ich habe das halbe Rezept vorbereitet, was fünf große Beffs ergab. Es bleibt ein wenig von der Soße übrig, aber es war mir wichtig, dass alle Beffs im Topf komplett bedeckt sind. Ich friere mir die Soßenreste dann einfach ein.
Zubereitung
- Rinderhack, Kartoffeln, Zwiebeln, Ei und alle weiteren Zutaten gut vermischen, bis eine ausreichende Bindung einsetzt. Die Konsistenz soll eher weich / fluffig bleiben. So, dass man mit zwei Händen eine große Kugel formen kann, die gerade eben so nicht mehr auseinander fällt.
- Während des Anbratens kann schon die Soße angerührt werden. Früher gab es verschiedene Ochsenschwanzsuppen. Manche musste man mit gleicher Menge Wasser anrühren, meine Version hier ist schon servierfertig. Ich habe Suppe und Bratensoße noch mit etwas Salz abgeschmeckt und die Konsistenz noch eher recht flüssig belassen, da alles knappe 60 Minuten köchelt.
- Sobald die Beffs rundherum Farbe bekommen haben, können Sie auch schon vorsichtig in die Soße umgelagert werden.
- In dieser Zeit kann man sich nun um eine Beilage kümmern. Ich habe mich für Kartoffelpüree und einen einfachen Rettichsalat entschieden. Kartoffelpüree und dunkle Soße passt immer. Und der Rettich in Essig und Öl liefert Frische und Säure.
- Kurz vor Ende der Garzeit die Beffs entnehmen, die Soße noch mit Speisestärke etwas andicken und servieren. Das war es schon. Wenig Aufwand, großes AHA – Erlebnis.
Fazit: Phänomenal. Diese fluffigen Hackteilchen, die herzhafte Soße und Kartoffelpüree. Dafür lasse ich so manch anderen Teller stehen. Probiert das unbedingt mal aus.


