Rosenkohlauflauf mit Hackfleisch

Die Liebe zu Rosenkohl war für mich nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick. Erst ab 30+ aufwärts habe ich den Geschmack und die vielfältigen Möglichkeiten zu schätzen gelernt. Auch wenn Du ihn eher skeptisch beäugst, solltest Du diesem Auflauf eine Chance geben. Sämige Soße, Kartoffeln und geschmolzener Käse. Für mich der perfekte Einstieg in den Herbstanfang. Ich habe hier verschiedene Rezepte kombiniert und bin mit dem Ergebnis auf Anhieb sehr zufrieden. Den Auflauf gibt es künftig sicher öfter.

Es gibt hier auf dem Blog schon einen Rosenkohlauflauf (aus dem Optigrill). Du hast also die Wahl, was Dich mehr anspricht. Ich mag beide Varianten sehr gern. Die Mengenangaben passten für meine Auflaufform perfekt. Ok. Zugegeben. Es war schon ziemlich knapp – aber es ist nichts übergelaufen.

Vorab: Wer kein geräuchertes Paprikapulver hat, ersetzt es einfach durch normales. Granatapfelsirup verwende ich generell gerne bei Hackfleisch, man kann ihn aber auch einfach weglassen.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Bevor es an den Herd geht, den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Auflaufform mit Olivenöl einreiben.

Danach geht es an das Gemüse: Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Beim Rosenkohl habe ich auf TK Ware zurückgegriffen. Hier spare ich mir dann die aufwendige Putzerei und das Schnibbeln. Etwas Antauen lassen und mehr braucht es nicht.

Wer auf frischen Rosenkohl zurückgreift, sollte ihn gründlich putzen und dabei die äußeren Blätter sowie den Strunk entfernen. Hier bietet es sich auch an, große Rosen zu halbieren. Beim TK Kohl lasse ich aber auch diesen Schritt weg.

Schritt 2: Vorkochen für die ideale Konsistenz

Um eine kurze Backofenphase zu ermöglichen und die schöne Farbe des Kohls zu erhalten, ist ein Vorkochen sinnvoll. Man kann beide Sorten zusammen kochen, oder wie ich einfach nacheinander im gleichen Wasser.

Einen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Sobald das Wasser sprudelt, etwas Salz einrühren.

Zuerst wandern die Kartoffelwürfel in den Topf und dürfen für etwa zehn bis fünfzehn Minuten vorkochen. Dann abseihen und anschließend den Kohl für fünf Minuten baden lassen. Im Anschluss jeweils mit kaltem Wasser abschrecken.

Das vorgekochte Gemüse kommt nun als erste Schicht in die Auflaufform.

Schritt 3: Die Hackfleischbasis

In einer Pfanne Butter und Sonnenblumenöl erhitzen. Das Hackfleisch dazugeben und so lange anbraten, bis es schön krümelig und durchgegart ist. Es sollte nicht zu braun und auch nicht zu trocken werden. Einfach gut durchgaren.

Nun kommen Salz, Pfeffer, Granatapfelsirup, Zwiebel, Knoblauch und etwas geräuchertes Paprikapulver dazu. Kurz andünsten und dann kräftig umrühren.

Jetzt das Mehl gleichmäßig über das Fleisch stäuben und unter Rühren für einen kurzen Moment mitrösten. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Soße später schön bindet.

Milch und die Gemüsebrühe dazugeben, süßes Paprikapulver und (für mich viiiel) Kümmel einstreuen und alles einmal kräftig aufkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit sprudelt, die Hitze etwas reduzieren und die Soße leise köcheln lassen, bis sie eine herrlich sämige Konsistenz erreicht. Gib dem Ganzen ruhig 30 Minuten Zeit. Das lohnt sich. Dann nochmal abschmecken. Sie sollte eher etwas zu kräftig als zu lasch werden, da sie sowohl Kartoffeln als auch dem Kohl den Geschmack gibt.

Die fertige Soße gleichmäßig über die Kartoffeln und den Rosenkohl in der Auflaufform gießen, sodass sich alles gut verbindet. Überall etwas andrücken, dass sie auch in alle Lücken und Ecken kommt.

Schritt 4: Käse

Ich widme dem Käse einen eigenen Abschnitt, da sich hier grundsätzlich zwei Richtungen einschlagen lassen. Wer es eher mild mag, nimmt einfach geriebenen Emmentaler oder Gouda. Bitte nicht aus der Tüte, sondern frisch reiben.

Käseliebhaber hingegen sollten hier auf eine Mischung teils kräftiger Sorten setzen. Das gibt dem Ganzen das gewisse Etwas. Ich habe hier 50% Appenzeller und 50% Cheddar, Gouda und Parmesan genommen. Gruyère würde auch passen. Oder auch etwas Blauschimmel. Probiert, was Euch gefällt.

Also alle Sorten grob reiben und großzügig verteilen.

Schritt 5: Ab in den Ofen

Die eigentliche Arbeit ist geschafft. Die Auflaufform nur noch für etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben, bis der Käse vollständig geschmolzen und goldbraun überbacken ist. Mit einem spitzen Gegenstand kurze Garprobe beim Rosenkohl schadet nicht. Vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, damit sich die Schichten etwas setzen können. Im optimalen Falle sollten die Kartoffeln ihre Form gehalten aber weich und der Rosenkohl bissfest sein. So mag ich es am Liebsten.

Da könnte ich mich reinsetzen. Das ist so gut.

Schon gesehen?

Du kannst die Bilder der Galerie vergrößern. 

Für 4 Personen

400 g festkochende Kartoffeln

1000 g TK Rosenkohl

500 g Rinderhack

9 g Salz (für das Hack)

1,5 g Pfeffer (für das Hack)

2 EL Granatapfelsirup

1 Zwiebel, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

30 g Butter

2 EL Sonnenblumenöl

30 g Mehl

300 g Milch

300 g Gemüsebrühe

250 g geriebener Käse

Geräuchertes Paprikapulver

Süßes Paprikapulver

Kümmel

2 EL Olivenöl für die Form

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