Ich gebe es zu: Waffeln sind für mich eher Team „deftig“ als „süß“. Während die klassischen Zuckerwaffeln oft als Dessert auf den Tisch kommen, machen herzhafte Varianten erst richtig Spaß. Sie sind schnell gemacht, vielseitig einsetzbar und lassen sich wunderbar abwandeln.
Damit sie aber nicht nur eine Notlösung sind, sondern ein echtes Highlight, habe ich einen Grundteig ausprobiert, den man nach Lust und Laune anpassen kann. Und zwei Varianten, die besonders gut funktioniert haben, möchte ich euch hier vorstellen: einmal rustikal mit Kartoffeln, einmal grün und frisch mit Spinat.
Der Grundteig
Die Basis für die herzhaften Waffeln ist schlicht: Mehl, Eier, Milch, Fett, ein wenig Salz und Pfeffer. Damit der Teig nicht zu schwer wird, kommt noch etwas Backpulver hinein – so bekommen die Waffeln eine schöne Lockerheit. Dieser Grundteig ist neutral gehalten und lässt sich nach Belieben verfeinern.
Das Vorgehen ist wie immer beim Waffelnbacken: alles verrühren, Waffeleisen gut vorheizen, einfetten und portionsweise ausbacken. Schon der Grundteig alleine ergibt eine solide Waffel, die mit einem Dip oder etwas Käse obendrauf perfekt schmeckt. Insgesamt kann mit bis zu 8 Waffeln geplant werden.
Der Teig kann bis zu zwei Stunden vorher angerührt und dann im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei einer längeren Vorbereitung würde ich das Backpulver erst kurz vorher dazugeben.
Die fertige Mischung wird dann geteilt und um die weiteren Zutaten ergänzt.
Erste Abwandlung: Kartoffelwaffeln
Hier wird es rustikal. Die gekochten Kartoffeln werden grob zerdrückt und in den Grundteig gegeben. Zusammen mit etwas Käse entsteht eine herzhafte, sättigende Mischung, die außen knusprig und innen weich bleibt. Ideal, wenn es mal ein „Waffel-Abendessen“ sein soll.
Tipp: Wer mag, gibt noch ein paar gebratene Speckwürfel hinzu – das bringt Würze und Tiefe.
Zweite Abwandlung: Spinatwaffeln
Diese Variante ist leichter, dafür aber nicht weniger aromatisch. Der Spinat wird kurz blanchiert, gut ausgedrückt und fein gehackt. Alternativ gut abgetropfter TK-Spinat. Unter den Grundteig gemischt, färbt er die Waffeln nicht nur sattgrün, sondern sorgt auch für eine feine Frische. Zusammen mit Tomaten, Mozzarella und Feta sind sie ein echter Hingucker.
Tipp: Etwas Knoblauch im Teig verstärkt den herzhaften Charakter.
Serviervorschläge
- Kartoffelwaffel mit Räucherlachs und Zitronen-/Kräuterquark
- Spinatwaffel mit Bruschetta, Mini Mozzarella, Feta und Balsamico (oder auch Oliven)
- Beide Varianten lassen sich wunderbar vorbereiten und auch kalt essen.
- Mit einem bunten Salat dazu werden sie zur kompletten Mahlzeit.
- Wer es raffinierter mag, serviert die Waffeln gestapelt – fast wie kleine Sandwiches.

















