Deftiges Sauerkraut – aus dem Backofen

Es gibt Rezepte, die sind pures Soulfood. Selbst fermentiertes Sauerkraut und Würstchen gehören für mich definitiv dazu – deftig, aromatisch und mit wenig Aufwand im Ofen zubereitet. Statt Kassler (wie man es oft kennt) habe ich mich für Nürnberger Rostbratwürste entschieden. Langsam geschmort im Backofen. Herauskommt ein unkompliziertes Gericht, das man super vorbereiten kann und garantiert satt und glücklich macht. Für mich definitiv das beste Sauerkrautgericht.

Zubereitung

Backofen vorheizen
Heize den Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. So hat er die richtige Temperatur, wenn die Pfanne hineinkommt, und das Sauerkraut kann gleichmäßig garen.

Würstchen vorbereiten
Die Nürnberger Rostbratwürstchen kurz in einer Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl rundherum anbraten. Sie sollen dabei keine harten Röstaromen entwickeln, sondern einfach nur leicht gebräunt sein. Das gibt Geschmack und sorgt später im Ofen für eine schöne Optik. Danach beiseitestellen.

Gemüse schneiden

  • Zwiebel und Frühlingszwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.
  • Knoblauchzehen schälen und klein hacken oder durch die Presse drücken.
  • Die Karotte schälen und grob raspeln – so verteilt sie sich schön im Sauerkraut und sorgt für etwas Süße im Gericht.

Sauerkraut-Basis ansetzen
In der selben (ofenfesten) Pfanne die Butter erhitzen. Darin Zwiebeln, Knoblauch und die geraspelte Karotte bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Das dauert etwa 3–4 Minuten. Wichtig: nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird’s bitter.

Den Speck hinzufügen und etwas weiter schmoren lassen. Zum Schluss noch den Knoblauch hinzugeben und alles umrühren.

Nun das Sauerkraut mitsamt dem Saft dazugeben. Unseres ist aktuell acht Monate fermentiert und schmeckt hervorragend. Erneut alles gut durchrühren, damit sich Gemüse und Kraut vermischen. Jetzt den Senf einrühren und mit Kümmel, Lorbeer, Majoran, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Durch den Zucker wird das Sauerkraut milder und harmonischer.

Flüssigkeit angießen
Mit der Brühe ablöschen und einmal kräftig aufkochen lassen. Das sorgt dafür, dass sich die Aromen verbinden und die Brühe ins Sauerkraut zieht.

Würste dazugeben
Die vorgebräunten Nürnberger Würstchen oben auf das Sauerkraut legen. Sie sinken beim Garen ein Stückchen ein und geben zusätzlich Würze an das Kraut ab.

Im Ofen garen
Die (ofenfeste) Pfanne mit Deckel (oder fest mit Alufolie) verschließen und in den vorgeheizten Ofen schieben. Dort darf das Ganze für etwa 60 Minuten leise vor sich hin schmoren. So werden die Würstchen durchgegart und das Sauerkraut bekommt eine wunderbar weiche, aromatische Konsistenz.

Finalisieren & Servieren
Nach der Garzeit den Bräter aus dem Ofen holen. Lorbeerblätter entfernen und das Gericht einmal kräftig umrühren. Nochmals abschmecken – manchmal braucht es am Ende noch eine kleine Prise Salz oder einen Hauch Pfeffer.

Jetzt nur noch auf Teller verteilen und heiß servieren – idealerweise mit Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder einfach einem Stück frischem Bauernbrot.


Tipps

  • Mit einem Schuss Weißwein oder etwas Apfelessig bekommt das Sauerkraut noch mehr Tiefe.
  • Als Beilage passen Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder frisches Bauernbrot.
  • Das Gericht lässt sich gut vorbereiten: Einfach am Vortag machen und am nächsten Tag im Ofen noch einmal aufwärmen. Wie so häufig: Schmeckt am zweiten Tag noch besser.

Schon gesehen?

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Zutaten

6–8 Nürnberger Rostbratwürstchen
200 g Speck
1 große Zwiebel
1 Frühlingszwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Karotte
500-600 g Sauerkraut (mit Saft)
250 ml Brühe (Gemüse oder Rind)
1 EL Butter
1 EL Senf
1 EL Sonnenblumenöl
1 TL gemahlener Kümmel
1 TL getrockneter Majoran
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer & eine Prise Zucker

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